OpenSnitch
OpenSnitch Project
Anwendungsfirewall für Linux – zeigt, welches Programm welche Verbindung aufbauen will, und erlaubt oder sperrt sie per Regel.
- Hersteller
- OpenSnitch Project
- Kategorie
- Entwicklung & IT
- Lizenz
- Open Source
- Preismodell
- Kostenlos
- Bereitstellung
- Self-Hosted, Desktop
Wofür
OpenSnitch überwacht ausgehende Netzwerkverbindungen unter Linux und ordnet sie dem Programm zu, das sie aufbauen will. Beim ersten Verbindungsversuch fragt OpenSnitch nach, ob die Verbindung erlaubt werden soll — einmalig, dauerhaft, nur zu diesem Ziel oder für das ganze Programm. So wird sichtbar, welche Anwendungen wohin Daten senden, und unerwünschter Datenabfluss lässt sich gezielt unterbinden.
Anders als eine klassische Paketfilter-Firewall entscheidet OpenSnitch also nicht nach Ports und Adressen allein, sondern nach dem verursachenden Prozess.
Typische Einsatzgebiete
- Kontrolle, welche Programme auf Linux-Arbeitsplätzen ins Internet kommunizieren
- Absicherung von Servern mit lokalen KI-Diensten: nur freigegebene Ziele sind erreichbar
- Überprüfen, ob eine als „lokal" beworbene Anwendung tatsächlich keine Daten nach außen sendet
- Systemweites Sperren von Werbe-, Tracking- und Schadsoftware-Domains über Blocklisten
- Zentrale Verwaltung der Regeln mehrerer Rechner über eine gemeinsame Oberfläche
Datenschutz & Betrieb
OpenSnitch besteht aus einem Hintergrunddienst, der die Verbindungen per eBPF abfängt, und einer grafischen Oberfläche in Python; die Firewall-Regeln werden über nftables umgesetzt. Vorausgesetzt wird ein Linux-Kernel mit eBPF-Unterstützung. Pakete gibt es für Debian- und RPM-basierte Distributionen. Alles läuft lokal; der Code steht unter der GPL-3.0.
Integration & Automatisierung
Mehrere Knoten lassen sich an eine zentrale Oberfläche anbinden und dort gemeinsam verwalten. Regeln liegen als JSON-Dateien vor und können verteilt und versioniert werden. Verbindungsereignisse lassen sich an ein SIEM-System weiterleiten.

