Ornith 1.5 9B

DeepReinforce

Kompaktestes Modell der Ornith-1.5-Familie (9B dicht, MIT) – edge- und Single-GPU-tauglich, in einem unabhängigen Praxistest aber deutlich unter den berichteten Werten.

In: TextIn: Bild Out: Text ReasoningToolsVisionFunction Calls
Hersteller
DeepReinforce
Lizenz
MIT
Betrieb
  • Lokal (On-Premise)
Herkunft
USA (San Jose, CA)
Architektur
Dense Transformer
Veröffentlichung
01.08.2026
Parameter gesamt
9 Mrd.
Aktive Parameter
9 Mrd.
Kontextfenster
256k Tokens

Überblick

Ornith-1.5-9B ist das kleinste Modell der zweiten Ornith-Generation von DeepReinforce: ein dichtes 9B-Modell auf Qwen-3.5-Basis, ausgelegt auf lokale Hardware und Edge-Betrieb. Lizenz MIT. Quantisierte GGUF- und MLX-Builds (4/6 bit) machen es auf Consumer-GPUs und Apple Silicon lauffähig; der als „Mobile" beworbene Build ist eine dieser Quantisierungen, kein eigenes Repo.

Use Cases

  • Lokale Coding-Assistenz auf einer Consumer-GPU oder Apple Silicon
  • Vorgelagerte Klassifikations- und Routing-Schritte in Agent-Pipelines, bei denen Latenz vor Qualität geht
  • Offline-Betrieb ohne API-Anbindung

Stärken & Grenzen

  • Stark: SWE-bench Verified 70,6 laut Hersteller – für ein dichtes 9B ein ungewöhnlich hoher Wert.
  • Stark: Läuft quantisiert auf Hardware, die für die MoE-Geschwister nicht reicht.
  • Grenze: Der einzige unabhängige Praxistest widerspricht dem Benchmarkbild deutlich. Auf einer A100 (80 GB, vLLM) scheiterte das Modell daran, eine EC2-Instanz zu provisionieren – auch mit manueller Steuerung und vorgegebener AMI-ID: wiederholte CLI-Tippfehler, rund 43.000 Token in sieben Minuten für die erste Aufgabe und schließlich halluzinierter chinesischer Text statt eines gültigen Kommandos. Auch die Coding-Aufgabe endete in unbrauchbarer Ausgabe.
  • Grenze: Deutlicher Abstand zu den Geschwistern bei den agentischen Benchmarks (Terminal-Bench 2.1: 47,0 gegenüber 67,8 beim 35B-A3B). Für Frontier-Bench und DeepSWE veröffentlicht DeepReinforce für das 9B gar keine Werte.
  • Grenze: BenchLM führt das Modell mit 36,74/100 auf Rang 205 von 225. Artificial Analysis hat es nicht vermessen (Stand 26.08.2026).

Praxis-Erfahrung

  • Architektur laut config.json: 32 Layer, Hidden 4.096, Vokabular 248.320, RoPE θ = 10.000.000, Vision-Encoder mit Depth 27 – zusätzlich sind hier als einziger Variante Video-Token hinterlegt.
  • Speicherbedarf im Test: gut 72 GB VRAM bei ungekürztem Kontext, überwiegend KV-Cache. Wer das Modell lokal betreibt, sollte das Kontextfenster bewusst begrenzen.
  • Der Ollama-Build wiegt 6,6 GB.

Gut zu wissen

  • Lizenz: MIT, kommerziell nutzbar; keine erstanbieterseitige API.
  • Kontext: max_position_embeddings = 262.144, Ollama weist 256K aus – praktisch nutzbar nur mit entsprechend dimensioniertem KV-Cache.
  • Modalitäten: config.json und Ollama weisen Bildeingabe aus, der Launch-Beitrag beschreibt das Modell rein textlich. Die Card führt Text + Bild; die im Config vorhandenen Video-Token sind nicht als Modalität gesetzt, weil keine Quelle Videoverstehen beschreibt.
  • Empfehlung: Wo die Hardware es zulässt, ist das 35B-A3B die deutlich verlässlichere Wahl – auch der unabhängige Test kommt zu diesem Schluss.

Weitere Benchmarkwerte ohne Eintrag in der Score-Tabelle

Alle Werte DeepReinforce, Mittel aus fünf Läufen.

Benchmark Ornith 1.5 9B
SWE-bench Pro 47,5
SWE-bench Multilingual 54,4
NL2Repo 32,4
SWE Atlas – QnA 20,6
HLE (mit Tools) 30,5
MCP-Atlas 54,2
Toolathlon-Verified 41,2
WideSearch 59,5
BrowseComp 56,4
ClawEval 66,5

Läuft gut auf

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