Reflection AI
US-KI-Labor zweier ehemaliger Google-DeepMind-Forscher, das große Sprachmodelle mit offenen Gewichten unter Apache-2.0 entwickelt – Erstlingsmodell Beam (2026).
Profil
Reflection AI wurde 2024 von Misha Laskin (CEO) und Ioannis Antonoglou gegründet, beide zuvor Forscher bei Google DeepMind. Das Unternehmen sitzt in New York (Brooklyn) und hat sich zunächst auf autonome Coding-Agenten konzentriert. 2025 sammelte es rund 2 Mrd. US-Dollar ein, unter anderem von NVIDIA, Sequoia, Lightspeed, DST und CRV; nach eigenen Angaben folgte im April 2026 eine weitere Runde.
Modellstrategie
Reflection positioniert sich ausdrücklich als US-Anbieter offener Frontier-Modelle – als Gegengewicht zu den dominierenden chinesischen Open-Weight-Laboren. Das erste Modell Beam (Oktober 2026) ist ein sparses Mixture-of-Experts-Modell mit 501B Parametern gesamt und 23B aktiven Parametern, veröffentlicht unter Apache-2.0 auf Hugging Face (BF16, FP8, NVFP4). Daneben bietet Reflection eine eigene, OpenAI-kompatible API an; zusätzlich ist Beam über Partner wie Amazon SageMaker JumpStart (US-Regionen) und weitere Inferenz-Anbieter verfügbar.
Einordnung
Für Unternehmen ist Reflection vor allem wegen der Lizenz interessant: Apache-2.0 erlaubt kommerzielle Nutzung und Self-Hosting ohne zusätzliche Nutzungsbedingungen. Die bisherigen Modelle zielen klar auf agentisches Coding, Tool-Nutzung und Reasoning und sind auf Rechenzentrums-Hardware ausgelegt, nicht auf Arbeitsplatzrechner. EU-Hosting-Angebote des Herstellers selbst sind bislang nicht dokumentiert.
Modelle von Reflection AI
Beam
Apache-2.0Reflections erstes offenes Modell (501B gesamt / 23B aktiv, 1M Kontext, Apache-2.0) für agentisches Coding – AA-Index 30, sehr token-sparsam, aber nur auf Server-Hardware lokal.
- Kontext
- 1M
- Parameter
- 501,3 Mrd.
- Modalität
- Eingabe: Text. Ausgabe: Text.
- Betrieb
- Lokal (On-Premise)
- US-Hosting

